Istanbul –
Orient und Moderne
Istanbul die Bosporusmetropole auf zwei Kontinenten. Ca. 2.700 Jahre Geschichte zeichnen die Weltstadt aus. Zahlreiches Universitäten, Theater, Museen, Moscheen und andere Baudenkmäler sind zu bestaunen. Die Altstadt Istanbuls ist Weltkulturerbe der UNESCO.
Ihr Reiseprogramm
- 1. Tag: Anreise - Istanbul 8. September 2010 (Mi)
- Abflug ab Frankfurt um 07.25 Uhr mit Turkish Airlines nach Istanbul, Ankunft in Istanbul um 11.25 Uhr. Begrüßung durch die deutschsprachige Reiseleitung am Flughafen nach der Pass- und Zollkontrolle.
Auf dem Weg zum Hotel fährt der Bus an der Küstenstraße am Marmarameer und den alten Stadtmauern entlang. Sie erhalten einen ersten Eindruck von der Stadt.
Nachmittag:
Besichtigung der Kunstschätze von Istanbul
Hippodrom Platz
Er war in byzantinischer Zeit Mittelpunkt des öffentlichen Lebens. Hier fanden nicht nur Wagenrennen, Zirkusspiele und Gladiatorenkämpfe statt, sondern er war auch der Platz, wo man die Feste zu Ehren der Kaiser feierte. Aus der ehemaligen Zeit sind heute 3 Säulen noch im guten Zustand zu sehen: Gemauerte Säule, Schlangensäule und Ägyptische- oder Theodosius-Säule.
Blaue Moschee
Eine der schönsten und größten Moscheen Istanbuls. Sie wurde 1609 - 1616 unter Sultan Ahmet I. errichtet. Wegen ihrer blau-grünen Fliesen wird sie auch Blaue Moschee genannt. Diese Moschee hat als einzige der Istanbuler Moscheen sechs Minarette.
Hagia Sophia
Diese großartige byzantinische Basilika war bis zur Eroberung Istanbuls durch die Türken fast 1000 Jahre lang das geistliche Zentrum des byzantinischen Reiches. Nach der Eroberung der Stadt durch die Türken 1453 wurde sie für knapp 500 Jahre eine Moschee. Seit 1935 - Dank Atatürk - ist sie heute eines der meistbesuchten Museen der Welt. Hagia Sophia bedeutet Göttliche Weisheit.
Unterirdischen Zisterne
Die gigantische Zisterne befindet sich gegenüber von der Hagia Sophia. Sie wurde von Kaiser Konstantin im 4. Jh. zwecks der Versorgung der Paläste mit Trinkwasser gebaut. Zwei Jahrhunderte später ließ Justinian sie erweitern. Von hier aus erfolgte die Wasserversorgung der Stadt. Die außerordentliche Zisterne mit ihrem Ausmaß von 140 m x 70 m beinhaltet 80.000 m³ Wasser. Sie zählt zu den wichtigsten Bauten der byzantinischen Zeit, die bis heute erhalten geblieben sind.
- 2. Tag: Istanbul 9. September 2010 (Do)
- Ganztagesausflug nach Ortaköy , Dolmabahce Palast,
Taksim Platz, Istiklal, Galataturm
Ortaköy
ist eines der schönsten kleinen Viertel von Istanbul direkt am Bosporus. Seine zahlreichen kleinen Cafés und Schmuckläden sind sehr bevorzugt bei Jugendlichen und Einheimischen.
Dolmabahce Palast
Zur Zeit von Sultan Abdülmecit begann die Modernisierung des Reiches. Ab dieser Epoche wurde der westliche Einfluss auf die Architektur spürbar. Der Dolmabahçe Palast ist eine Folge davon. Der alte bescheidene Palast von Mahmut II in Beşiktaş wurde abgebaut und an seiner Stelle wurde ein neuer Palast im neuen Stil errichtet. Ähnlich wie bei den Palästen Çırağan, Beylerbey und den Lusthäusern von Küçüksu, Malta und Ihlamur, wurde auch hier die traditionelle Architektur zurückgelassen.
Der Palast besteht aus einem Selamlık (den Männern bestimmter Teil), einer großen Halle, einem Harem (Flügel der Frauen) und dem Veliaht Dairesi (Appartement des Kronprinzen). Das Veliaht Dairesi wurde in ein Bilder- und Skulpturenmuseum verwandelt; Harem und Selamlık haben sich das erste Mal in der Geschichte hier in diesem Bau unter einem Dach vereint.
Der Gründer der Türkischen Republik, Atatürk, starb am 10. November 1938 im Dolmabahçe Palast. Die Uhr des Palastes stoppte, als er um 9.05 Uhr seine Augen das letzte Mal schloss.
Spaziergang in der Fussgaengerzone:
Taksim Platz – Istiklal Strasse – Tunnel – Galata Turm
Galata & Pera
Galata ist jahrhundertelang ein Hafenviertel mit meist ausländischen Bewohnern gewesen, in dem alle Handelsbeziehungen mit dem Westen abgewickelt wurden. Im Jahre 1261 wurde Galata als byzantinisches Viertel den Genuesen als Dank für ihre Hilfe bei der Verteidigung Istanbuls gegen die Weströmer zugewiesen und gewann daraufhin als genuesische Kolonie an Bedeutung. In osmanischen Zeiten siedelten sich hier Juden aus Spanien, Araber, Griechen und Armenier an. Heute ist es ein Handelszentrum. Das hinter dem Galata-Turm gelegene Beyoglu (Pera) bestand im 16. Jh. nur aus Ackerland und Gärten. Nach der Eroberung wurde hier die Ansiedlung von Mohammedanern vorangetrieben und man begann, Moscheen und Häuser für die tanzenden Derwische zu erbauen.
Seit dem 16. Jh. verfügten die europäischen Länder über permanente diplomatische Vertretungen in Istanbul, die sich hauptsächlich in Pera befanden. Deshalb siedelten sich hier auch Levantiner und andere Nicht-Mohammedaner an. Ihre Geschäfte befanden sich in Galata, ihre Häuser in Pera. Diese sich um die Botschaften herum entfaltende westliche Lebensweise brachte im 19. Jh. Hotels, Konditoreien, Cafés, Theater und Kinos nach Pera, die einen Gegensatz zur religiösen Architektur bildeten. Im 19. Jh. wurde Pera zu einem Kulturmittelpunkt, der Osten und Westen vereinigte. Anhand der Gebäude aus den 19. Jh. kann man heute in Pera auf den Spuren der Vergangenheit wandeln.
- 3. Tag: Istanbul 10. September 2010 (Fr)
- Ganztagesausflug Topkapi, Gewürzbasar, Großer Basar
Topkapi Palast inklusive Harembesuch
Besichtigung vom Topkapi Palast, der ehemaligen Residenz der osmanischen Sultane ab dem 15. bis zum 19. Jahrhundert. Der Palast, umgeben von einer Mauer, besteht aus mehreren Höfen, Gebäuden und Pavillons, die zu unterschiedlichen Zeiten von verschiedenen Sultanen errichtet wurden. Der Palast ist heute ein Museum mit reichhaltigen und einmaligen Ausstellungen der Sammlungen der prachtvollen und einzigartigen Wertsachen und Werken.
Sie besichtigen die japanische und chinesische Porzellansammlungen, ausgestellt in den alten Küchen; Sultansgewänder, Reliquien, Goldener Baldachin und die Pavillons Bagdad und Revan. Die Schatzkammer besteht aus 4 Sälen mit einzigartigen Werten, u. a. 86-karätiger Löffelmachers-Diamant, umrahmt mit 49 Brillianten, Dolch mit Smaragden (3,260 kg schwerer Smaragd und die Doppelkerzenständer aus Gold je 48 kg schwer und mit 6666 Brillianten verziert).
Großer Basar
Der überdachte Basar in Istanbul wurde von Sultan Mehmet dem Eroberer angelegt, in der Herrschaftsperiode Sultan Süleymans des Prächtigen (1520-1566) erweitert und ausgebaut. Er erfuhr im Jahre 1701 seine heutige Formgebung. Mit am Besten „erlebt“ man Istanbul bei einem Bummel durch den großen Basar. Seine gigantischen Ausmaße von fast 31 ha und fast 4000 Läden in einem labyrinthartigen überdachten Gewölbebau machen den Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis. Gewürze, Gold, Teppiche, Keramik, Kupfer, Messing, Lederwaren, usw., ist alles ist in Hülle und Fülle vorhanden und wird lautstark von den Händlern angeboten. Es wird gehandelt und gefeilscht, eben richtig orientalisch und für Gäste immer wieder faszinierend.
Ägyptischer Gewürzbasar
Dieser Bazar wurde im Jahre 1660 vom Sultan mit den Steuereinnahmen aus Kairo für den Verkauf ägyptischer Waren, vor allem von Kräutern und Gewürzen, erbaut. Trotz der Läden mit ihren modernen Erzeugnissen wirken der ägyptische Bazar und seine Umgebung noch sehr orientalisch. Mehrere Läden mit bunten Angeboten von Nüssen, Pistazien, Datteln, Safran, Pfeffern locken nicht nur Ausländer sondern auch die Einheimischen, die zum Einkaufen kommen.
- 4. Tag: Istanbul 11. September 2010 (Sa)
- Bosporusfahrt
Fahrt zur Anlegestelle Kabatas und Fahrt mit dem Liniendampfer. Die Schifffahrt geht auf der natürlichen Wasserstraße Bosporus bis zu der Stelle, an der das Schwarze Meer zu sehen ist, der europäischen und asiatischen Küsten entlang. Die Gäste werden den Blick auf die alten Holzhäuser und alten osmanischen Sultanspalästen genießen.
Bosporus heißt Rinderfurt: Um sie vor der Eifersucht Heras, seiner Gemahlin, zu retten, verwandelte Göttervater Zeus seine Geliebte Io in eine Kuh. Doch Hera schickte eine wilde Bremse, die der Kuh mit schmerzhaften Stichen zusetzte. Auf seiner Flucht kam das Tier schließlich an die Meerenge, stürzte sich ins Wasser und schwamm ans asiatische Ufer – der Bosporus hatte seinen Namen. Seine heiteren Gestade und das leuchtende Blau des Wassers lassen kaum ahnen, dass er eine lange Geschichte als machtpolitischer Zankapfel hinter sich hat.
Ausschiffung im asiatischen Teil Istanbuls
Beylerbeyi Palast
Die Besiedlung des Gebietes Beylerbeyi und seiner Umgebung reicht bis weit in die Geschichte zurück, bis zur byzantinischen Periode. Wenn man den Ausführungen des berühmten Reisenden Inciciyan folgt, der im 18. Jh. gelebt hat, dann war diese Gegend in byzantinischer Zeit wegen eines Kreuzes, das Konstantin der Große dort aufstellen ließ, auch als Gärten der Kreuze bekannt. In osmanischer Zeit waren hier die Lustgärten der Sultane gelegen. Inciciyan sagt uns weiter, dass der Name Beylerbeyi seinen Ursprung im Pavillon des Armeeführers Mehmet Pasa hatte, den dieser hier errichten ließ. Beylerbeyi, das das Interesse der Sultane zu jeder Zeit anzog, war aufgrund vieler Pavillons und Schlösschen, die man dort anlegen ließ, zu einem Ort der Erholung und Sommerfrische geworden. Im Jahre 1829 ließ Sultan Mahmut II. dort einen Strandpavillon aus Holz erbauen, welcher das Interesse wiederum auf dieses Gebiet lenkte.
Später, geht die Fahrt zur Einkaufsstraße Bagdat Caddesi (Baghdad Straße). Diese Straße hat den Namen von der ehemaligen Gewürzstraße, die früher den Gewürzhandel zwischen Orient und Okzident verband. Heute ist diese Straße eine gern besuchte Einkaufstraße der Istanbuler.
Anschließend Fahrt mit dem Bus über die Bosporusbrücke auf die europäische Seite zurück zum Hotel.
- 5. Tag: Istanbul - Heimreise 12. September 2010 (So)
- Ausflug zur Chora Kirche, Lottihügel, Goldenes Horn
Chora Kirche
Die Kirche des Erlösers (Chora = in den Feldern) ist nach der Hagia Sophia die bedeutendste unter den noch erhaltenen byzantinischen Kirchen der Stadt. Sie ist dies weniger ihrer Architektur, wie ansprechend diese auch sein mag, sondern wegen ihrer großartigen Zyklen von Fresken und Mosaiken, die durch das Byzantine Institute of America hervorragend gereinigt und restauriert worden sind. Der heutige Bau stammt in seinen ältesten Teilen aus dem späten 11. Jh. und wurde durch Maria Dukas, der Schwiegermutter des Kaisers Alexios I. errichtet. Im Jahre 1500 wurde die Kirche durch Türken in eine Moschee umgewandelt. Die Mosaiken und Fresken stellen Szenen aus dem Leben Maria und Christi dar und stammen aus dem frühen 14.Jh. Das Chora-Museum ist künstlerisch gesehen ein schönes Beispiel für den Anfang der byzantinischen Renaissance. Klein aber fein, nach außen hin unauffällig, während sie im Inneren ein Juwel ist.
Goldenes Horn
Dieser hornförmig gestaltete Meeresarm gliedert das europäische Istanbul in zwei Abschnitte. In diesem hervorragenden natürlichen Hafen lagen über Jahrhunderte hinweg die byzantinische und später die osmanische Flotte vor Anker. Heutzutage säumen gepflegte Gartenanlagen und Spazierwege die beiden Ufer. Das Licht der untergehenden Sonne verleiht dem Wasser einen goldenen Schimmer. Die Stadtviertel Fener und Balat am Goldenen Horn warten mit Straßenzügen voller alter Holzhäuser, byzantinischer Kirchen und Synagogen auf.
Pierre Loti Hügel
Rund um die Moschee dieses Stadtteils Eyüp herrscht ein überaus türkisch geprägtes Ambiente, welches man einfach auf sich wirken lassen kann. Kurz hinter der Moschee führt ein Fußweg über den Friedhof zum Café Pierre Loti hinauf. Zahlreiche Zypressen schaffen eine besondere Stimmung, die von Dichtern und Malern verewigt wurde, so auch vom französischen Schriftsteller Pierre Loti (1850-1923), der während seiner vielen Jahre in Istanbul oft auf diesem Hügel gearbeitet hat. Oberhalb des Friedhofs befindet sich ein alttürkisch eingerichtetes Kaffeehaus, das seinen Namen trägt. Der Blick von der Caféterrasse auf das Goldene Horn und die Stadt gehört zu den schönsten Istanbuls. Das im Sonnenuntergang golden glänzende Wasser gab der Meerenge ihren Namen.
Mit diesen letzten Impressionen der imponierenden Stadt treten Sie die Heimreise nach Deutschland an.
Fahrt zum Flughafen Istanbul Atatürk. Der Rückflug erfolgt mit Turkish Airlines um 19.45 Uhr nach Frankfurt. Ankunft in Frankfurt um 21.55 Uhr.